Indonesien ist mit seinen mehr als 17.000 Inseln, wovon nur etwa 6.000 bewohnt sind, der mit Abstand größte Inselstaat der Erde. Mit einer über 80.000 km langen Küstenlinie besitzt der Indonesische Archipel etwa 15 % aller Korallenriffe der Welt. In einem gedachten Dreieck "Sumatra/Indonesien – Philippinen – Papua Neuguinea" gibt es weltweit die größte Artenvielfalt unterwasser mit der ebenfalls größten Anzahl seltener und endemischer Arten.
So weist z.B. eine bereits 1963 von Jacques-Yves Cousteau durchgeführte Erhebung für den Menjangan-Nationalpark im Westen Balis eine größere Artenzahl an Korallen nach als die gesamte Karibik. Und erst kürzlich haben Wissenschafter in der Region Raja Ampat/West-Papua in einem Gebiet von der Größe zweier Fußballfelder mehr als 6x(!) so viele Korallenarten gezählt wie in der gesamten Karibik. Welcome to Indonesia...! ;-)
Ein wesentlicher Grund hierfür ist der sogenannte ozeanische Wassermassentransport vom tropischen Pazifik in den Indischen Ozean, bekannt auch als „Indonesian Throughflow“ (ITF), der genau zwischen Bali und Lombok hindurchführt. Durch ihn wird nicht nur der asiatisch-australische Monsun in seiner Stärke und seinem zeitlichen Auftreten beeinflusst, sondern er reguliert auch den Transport von Nährstoffen und die Verbreitung von planktonischen Larven in der Region.