Tauchreiseziel Ambon
Die ca. 50 km lange Insel Ambon bildet zusammen mit der weit größeren Nachbarinsel Seram das Zentrum der Molukken, welche aufgrund der kolonialen Vergangenheit auch als Gewürzinseln bekannt sind. Die Inselkette der Molukken liegt im nördlichen Teil der Bandasee.
Ambon ist zugleich die Hauptstadt der Provinz Maluku und wird mehrmals wöchentlich von Jakarta, Denpasar, Manado und Sorong/West-Papua aus angeflogen.
Tauchen in Ambon
Ambon ist ein Hotspot der Artenvielfalt! Viele hier vorkommende Arten sind zudem endemisch für die Region, wie z.B. der erst 2009 bestimmte Psychedelische Anglerfisch (Histiophryne psychedelica). Andere Arten wie der Ambon Scorpionfisch (Pteroidichthys amboinensis) wurden hier entdeckt, konnten aber mittlerweile auch in anderen Gegenden Indonesiens gefunden werden.
Die besten Tauchplätze mit der größten Critters-Auswahl befinden sich am Nordufer der Ambon Bay. Die Vielfalt hier kann locker mit anderen Muck Diving-Plätzen wie der Lembeh Strait/Sulawesi oder Sekotong/Lombok mithalten – nur fehlt hier der schwarze Sand und die UW-Sichtweiten sind mit 20+ m deutlich besser.
In Ambon kann eingeschränkt ganzjährig getaucht werden, wobei während der lokalen Regenzeit zwischen Juni und September die Bedingungen nicht optimal sind.
In der geschützten Bucht von Ambon und Umgebung liegen über 30 verschiedene Tauchplätze, wie z.B. die mittlerweile berühmte Twilight Zone/Laha, Rhino City, Jetty Air Manis, Pulau Tiga, Pintu Kota, Hukurila Cave oder das Wrack der „Duke of Sparta“.
Zum Resort der Maluku Divers, Ambon
Critters in Ambon sind in ihrer Vielfalt einzigartig. Neben Pygmäen- u. anderen Seepferdchen werden Geisterpfeifenfische, Flügelrossfische, Wunderpus, Mimic und Blauring-Oktopus, Flamboyant Cuttlefish, Mandarinfische, Ambon Scorpionfisch, der erst 2009 entdeckte Psychedelische Anglerfisch (Histiophryne psychedelica) und weitere Frogfish-Arten gesehen.
Aber auch Schlangenaale, Geistermuränen und gut getarnte Teufels- und Steinfische werden häufig gesehen. Besonders erwähnenswert ist die Vielfalt an Schnecken- und Krebs-/ Krabbenarten, speziell bei Nachttauchgängen. Hier eine kleine Auswahl…:
Die Aale von Larike
Die handzahmen Süßwasser-Aale aus dem Dorf Larike sind mittlerweile überregional bekannt, nicht zuletzt aufgrund des tollen Videos von Tony Wu .
Das kleine Dorf Larike liegt ca. 1 h Fahrt von Laha entfernt, dem Sitz der Maluku Divers in Ambon. Mr. Hafes, der Restaurant-Leiter der Maluku Divers, ist gleichzeitig Dorfchef in Larike und begleitet oft Tagesausflüge zu den zahmen Aalen seines Heimatdorfes.
Die Dorfbewohner von Larike nutzen den kleinen Bach, der durch ihren Ort fließt, zum Baden und Waschen ihrer Wäsche. Die bis zu 1,5 m großen Aale der Gattung Anguilla marmorata lassen sich davon jedoch nicht stören. Sie scheinen sogar die Nähe der Menschen zu suchen - wenn auch nur, um gelegentlich etwas Futter abzustauben...
Gewürzhandel Molukken
Die Portugiesen gründeten um 1511 als erste europäische Nation Siedlungen in Ambon, um den Gewürzhandel von hier nach Europa zu kontrollieren. 1663 wurden sie dort von den Holländern verdrängt, welche in den folgenden Jahren mit ihrer Ostindischen Handelskompanie den erträglichen Handel mit Muskatnüssen und Gewürznelken kontrollierten.
Englische Truppen gründeten 1615 in der Nähe von Cambello eine Niederlassung, mussten diese aber 1623 nach einem Angriff der Holländer wieder aufgeben. Dennoch gelang es den Engländern, die begehrten Nelken und Muskatnüsse auch in anderen Gegenden Indochinas anzubauen. Hierdurch wurde das Monopol der Holländer in Indonesien zunächst zerstört.
In den Jahren 1623 bis 1890 wurde der weltweite Gewürzhandel abwechselnd von den Engländern oder den Holländern kontrolliert, die mit ihrer Ostindischen Handelskompanie ein Handelsmonopol bildeten. Nach dem Vierten Englisch-Niederländischen Krieg (1780–1784) kam die Kompanie in finanzielle Schwierigkeiten und wurde 1798 aufgelöst.


